Unterhaltung in 10 Worten

logogryph – das beschreibt das Stück wahrscheinlich ganz gut. Ich sage wahrscheinlich, denn ich habe keine Ahnung, was das Wort bedeutet. Ich bin nicht mal sicher, ob man es so schreibt.

übertrieben – sind viele Momente im Stück und ich unterstelle hierbei gelungene Absicht. Sei es, wenn Archie Witze erzählt – gefühlt war es mindestens einer zu viel – oder wenn Phoebe mal wieder viel zu laut und viel zu viel redet. Auch passagenweises Schweigen wird oft nervenaufreibend lange durchgehalten. Die Übertreibung gipfelt jedoch im schmetternden Gesang Archies, der uns doch einfach nur entertainen will.

musikalisch – ist die fantastische Band in ihren heißen Feuer-Sakkos. Sie begleiten gekonnt die Gesangspassagen, haben aber ihren großen Auftritt eher in den stillen Momenten, wenn sie Szenen musikalisch unterlegen und so zu einem echten Sinneserlebnis beitragen.

schön – ist dieses fantastische Wohnzimmer, das mit einer Showbühne gekreuzt wurde. Es ist ein gleichzeitig heimeliges, wie auch aufregendes Ambiente. Man ist fast etwas neidisch, nicht auch da oben sitzen zu dürfen.

tänzerisch – nicht nur Bienen und Hasen tanzen über die Bühne. Es gibt auch eine vor Energie strotzende Stepptanzeinlage, die so sehr zum Mitmachen animiert, dass man kaum ruhig sitzenbleiben kann.

energisch – ist vor allem Archie – oder vielmehr Henning Hartmann, der tanzt, singt, Witze erzählt und Monologe hält, als ginge es um sein Leben. Vor allem seine Ausführungen über das Hotelbusiness in Kanada haben beeindruckt.

unverständlich – bleibt mir am Ende die Quintessenz der Geschichte. Vielleicht ist es aber dafür auch einfach noch zu früh. Auch mit dem kleinen Mann im Himmel würde ich gerne mal ein paar klärende Worte wechseln.

unterhaltsam – war der Abend von vorne bis hinten. Ich kann mir nicht erklären, warum Archies Show nicht gut läuft. Ich würde durchaus hingehen.

zitierfähig – „Ich werde nie alt genug aussehen, um deine Geschichten zu erzählen.“ (Frank zu Archie) oder „Ich war so hässlich und dumm als Kind; sowas Hässliches und Dummes habt ihr in eurem Leben noch nicht gesehen. Aber ich habe was aus mir gemacht.“ (Phoebe)

zum Verlieben – war die Geschichte nicht gerade. Aber das Bühnenbild, die Band und die Schauspieler dafür umso mehr. Unbedingt anschauen!

Foto: Katrin Ribbe

  1. Schade um´s Geld und die Zeit, denn zu inhaltslos fanden wir die Inszenierung, und gingen endlich zur Pause. Peinlich geradezu, dass sich ein Schauspieler hergeben muss, im Adamskostüm mehrfach über die Bühne zu laufen. Gehen Sie in´s Fitnesscenter, Verehrtester und dort unter die Dusche. Dann fühlen auch Sie sich dort sicher wohler…

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