Extrem laut und unglaublich nah – Ein Einblick

Am Samstag findet die Premiere von Extrem laut und unglaublich nah statt und alle, die schon Karten ergattern konnten, können sich freuen und gespannt sein!

Ich hatte bereits einige Tage zuvor – im Rahmen einer offenen Probe – die Möglichkeit, einen Einblick in den ersten Teil des Stücks zu bekommen und wurde beeindruckt. Nehmt Abschied von der Vorstellung, brav in zur Bühne gerichteten Reihen zu sitzen und macht euch darauf gefasst, selbst Teil der Bühne zu sein!
Die Schauspieler*innen nutzen geschickt die komplexe Struktur hinter dem Vorhang, um die Handlung auf mehreren Ebenen stattfinden zu lassen. Sie spielen mit verschiedensten Lichteffekten und lassen eine einzigartige Atmosphäre entstehen.

„If things were easy to find, they wouldn’t be worth finding.“

Wer die Geschichte schon als Roman von Jonathan Safran Foer oder als Verfilmung kennt, wird sofort die außergewöhnlichen Charaktere – allen voran Oskar – wiedererkennen und schnell zurück in die Handlung finden. Durch die Anrufe von Oskars Vater, aber auch durch Oskars Panikattacken, wird immer wieder ein bedrückendes Gefühl geschaffen, das zusammen mit der Bühnenkulisse einen tiefen Eindruck hinterlässt. Oft wusste ich gar nicht, wohin ich zuerst meinen Blick lenken sollte, da das Stück damit arbeitet, die Geschehnisse an mehreren Orten gleichzeitig stattfinden zu lassen. Die Suche Oskars nach dem passenden Schloss für seinen Schlüssel ist herzerwärmend und einfach schön. Die Zwischenrufe und Korrekturen der Regisseurin („Wo ist der Brief? Wir brauchen hier jetzt einen Brief!“) haben den Ablauf kaum gestört – im Grunde war es interessant, Teil einer Probe zu sein und mitzuerleben, wie ein Theaterstück den letzten Schliff bekommt.

Der erste Teil der Inszenierung von Extrem laut und unglaublich nah (den wir im Rahmen der Probe sahen) ist definitiv gelungen und lässt einen Theater auf eine völlig andere Weise erfahren. Von daher bin ich schon sehr gespannt, wie das Stück im zweiten Teil weiter gehen wird. Ich werde es mir jedenfalls nicht entgehen lassen und freue mich auch schon, den Beginn ein zweites Mal zu sehen!

Foto: Katrin Ribbe

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