House of Many | shout out to kick off

Die Bewohner*innen des House of Many öffnen am Sonntag, den 17. März um 20 Uhr die Türen des Ballhof Cafés (Einlass ab 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei!) und laden zum Kick-Off ein. Dieser erste Abend wird der Auftakt einer Veranstaltungsreihe, die bis Dezember 2019 zweimal monatlich stattfinden wird. Hier werden Themen verhandelt, die die Bewohner*innen persönlich …

VER-FREM-DUNGS-E-FFEKT

Nach der Uraufführung im vergangenen Sommer bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen präsentieren Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson und das Ensemble bei der Premiere in Hannover das Ergebnis ihrer Suche nach Brechts Verlorener Oper. Ruhrepos, die die Geschichte des Kohleabbaus im Ruhrgebiet mit dem Entstehungsprozess einer Auftragsarbeit. Zwischen Textbüchern, verlorenen Zeilen und fehlenden Zugängen beginnt die Suche nach dem …

Die Königin unter den Schreibblockaden

Ich, Bertolt... Ich, Bertolt B....  Ich, Bertolt Br.... Fast eine Woche ist vergangen, seit ich die Premiere von „Die verlorene Oper. Ruhrepos" ansehen durfte und seitdem stecke ich so tief wie nie in einer Schreibblockade.   Ein Stück, das mit Leseprobenatmosphäre beginnt, sich mit einer halbstündigen Selbstreferenz in Richtung „Unter Tage“ weiterbuddelt und im ewigen …

Der rote Faden. Ein Gespräch mit Barbara Kantel

Die Theaterwissenschaftlerin, Anglistin, Historikerin und ausgebildete Tanz- und Theaterpädagogin Barbara Kantel leitet seit zwei Jahren das Junge Schauspiel. Am vergangenen Freitag trafen Lukas L. Krüger und Inke Johannsen sie auf eine Tasse Harmonie-Tee, um über Vermittlungsarbeit für (junges) Publikum, Zugänge zum Theater und partizipative Projekte zu schnacken. Sie sind Mitgründerin des Jungen Schauspiels, würden Sie …

Die Edda. Elemente

Die mit dem FAUST Theaterpreis ausgezeichnete Inszenierung Die Edda von Thorleifur Örn Arnarsson und Mikael Torfason besticht durch atmosphärische Szenografie und große Bilderwelten (Bühnenbild: Wolfgang Menardi). Die bereits zu Beginn vollständig vernebelte Bühne lässt zunächst keinen Blick auf das innenliegende Bühnenbild zu. Ab und an lassen sich Schatten erkennen, sie lassen Raum zum Imaginieren. Als sich …

U-Bahn-Roulette mit Kleist

In einem anonymen Wohnzimmer stehen zwischen Gläsern mit Rotweinresten, überquellenden Aschenbechern und einem Durcheinander aus Polaroids zwei Schlangenlederstiefel. In diesen Stiefeln stecken Nina Wolfs Beine, sie ist empört. Nina: Alles ist besser in 1976! Inke: Ich bin nicht überzeugt. Sie durchwühlt die Polaroids und beschriftet sie mit catchy Songlyrics. Du fühlst die ganze Angelegenheit ein kleines bisschen zu sehr. Nina: LA-LA-LA-LA-LALALA-LA! …

zurück von der Zeitreise

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Freiheit klaut!“ Hannovers Innenstadt ist voll von Demonstrant*innen, die friedlich gegen das geplante Polizei- und Ordnungsgesetz protestieren. Während ich von der Sambagruppe des Demozugs weg in Richtung Schauspielhaus tanze, hallen die Worte nach. Was für ein universaler Protestruf. Einfach zu merken und reimt sich: Wir …

doch der morgen kam nie

Am 27. November las Johanna Wokalek in musikalischer Begleitung des Pianisten Jacques Ammon den 1934 veröffentlichten Briefroman Fast ganz die Deine im Schauspielhaus. Der Roman umfasst einen Lösungsprozess der Autorin Marcelle Sauvageot, die mittels eines Briefes von ihrem Geliebten verlassen wurde - um eine andere Frau zu heiraten. Marcelle Sauvageot, geplagt von Krankheit, bleibt sich diesen …

Mein kleiner, widerlicher, innerer Voyeur ist befriedigt

Nach Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos haben sich Inke Johannsen und Nina Wolf getroffen, um über Glitzer, Fäkalsprache und grotesques zu sprechen, um den Versuch zu wagen, etwas mehr vom schwab'schen Spirit in ihren Alltag zu lassen und um herauszufinden, wie man Menschen am Schönsten degradiert. Ob ihnen das gelingt und ob sie dank Werner Schwab …

Ein Blick in die Zukunft mit den Schicksalsschwestern

Wären die shakespearschen Schicksalsschwestern zu Thorleifur Örn Arnarssons Macbeth-Inszenierung, die am 18. Oktober im Schauspielhaus Premiere feierte, zugegen gewesen, hätten sie uns Zuschauer*innen sicher einige Weissagungen in schottischer Manier liefern können. Ein schicksalsträchtiges Horoskop. Steinbock (22. Dezember bis 20. Januar) Sie dürfen sich auf eine erfolgreiche Woche freuen, denn sowohl die Sonne als auch der Mond …