Making Of Lucky

Zum Besuch bei einer offenen Probe des Tanztheaters Lucky von Felix Landerer Sie rennt um ihr Leben. Da trifft sie ein Pfeil, und sie bricht zusammen. Sie wird erstochen, und krümmt sich unter Qualen auf dem Boden. Sie zieht sich eine Steilwand hinauf, Stück für Stück, will die Aussicht genießen – und stürzt ab, dreht sich …

Eine Stadt will nach oben – das Theater aber auch!

Vorweg ein kurzer Test Finden Sie es lustig, wenn ein Chinese mit falschem spanischen Akzent spricht und dabei in einem viel zu großen, sackartigen Kostüm steckt? Oder was sagen Sie zu diesem One-Liner: „Du weißt nicht, was Konfektion ist?!“ „Ich dachte, das hat was mit Schokolade zu tun!“ Wenn Sie beides witzig finden, dann sollten …

Was zum Teufel…?

Das neue Format Werkschau von und mit Johanna Bantzer lässt hinter die Kulissen blicken In dem altehrwürdigen Treppenhaus der ehemaligen Cumberlandschen Galerie aus dem 19. Jahrhundert, das Elemente der Gotik, Romanik und des Barock in sich vereinigt – und das eigentlich eher wie ein „Lost Place“ aussieht – stehen jetzt grelle, orange-blaue Holzkästen. Sie wirken wie …

Kabale und Liebe – Still a Better Love Story than Twilight

Das Junge Schauspiel stattet Schillers bürgerliches Trauerspiel mit blutsaugenden Protagonist*innen aus und bietet zwischen Symbolismen und Situationskomik ein sehenswertes Potpourri medialer Bezüge und schauspielerischer Glanzmomente. Spätestens seit dem Hype der vergangenen Jahre hat das Vampir-Sujet mit seinen glitzernden Teenie-Vertreter*innen aus Twilight und Co. im Mainstream eine positive Umdeutung erfahren. Aus den blutsaugenden Horrorfiguren wurden schillernde …

Der Anklatscher Schweigt. Witze auf Kosten von Minderheiten ist gelebte Demokratie!

Ich bin hin und weg! Die „Zur Nacht Schau“ (im Folgenden als ZNS abgekürzt, das macht es auch für den Hashtag einfacher) macht richtig Spaß. Also natürlich gibt es noch einige Fehler. Um fair zu sein gibt es noch eine ganze Reihe von Fehlern: Der Telepromter steht schief, die Einspieler bleiben erst hängen und starten …

Kulturschock

Premiere von Medea im Schauspielhaus Als sich die Schauspieler*innen auf der Bühne verbeugen, der Beifall tost und sich der Regisseur Tom Kühnel seinen Applaus abholt, kann ich gar nicht richtig klatschen. Ich befinde mich noch in Schockstarre. Gerade hat Medea in symbolhafter Form ihre Kinder ermordet. Eine triumphale Rede gehalten und - Ende des Stückes. Die …

Wo käme man denn hin, wenn beide Kaffee mögen würden?

Sometimes I think, I can see you, Echtzeit-Performance. Eine Echtzeit-Szene. Es ist Nacht, Nina kocht etwa vier Liter schwarzen Kaffee. Es klingelt.  Nina öffnet die Tür und Inke betritt den Flur, die beiden begrüßen sich freundschaftlich. Warum sie sich treffen? Um einen Blogeintrag (Metaebene) über die Echtzeit-Performance "Sometimes I think, I can see you" zu …

Medeas Stimmen

Ein warm beleuchteter Zuschauerraum am Premierenabend, klinisches Licht umgibt die Drehbühne, die von Spiegellamellen unterteilt wird. Acht Personen treten in schwarzen Gewändern auf, auf den Köpfen Hauben, an den Füßen schwarze Schuhe, große schwarze Schleifen unter dem Kinn. Ein Takt setzt den Chor in rhythmische Bewegungen. Einer tritt hervor, der Takt regiert, das Echo folgt. …

Ein Liveroman am Kröpcke

Kurz bevor die Ausstellung Produktion: Made in Germany Drei ihre Tore schließt, wird der U-Bahnhof Kröpcke vom 30. August bis 2. September Teil der literarischen Performance Sometimes I think, I can see you. Ein Interview mit dem argentinischen Regisseur Mariano Pensotti, der das Projekt gemeinsam mit vier deutschsprachigen Autoren realisiert.   In verschiedenen künstlerischen Formaten …